Mein
neues Leben:
29. Oktober 2011
Nach dem unerwarteten, plötzlichen Tod von Manfred Helmes, dem
bisherigen Direktor der Landeszentrale für Medien und
Kommunikation (LMK), habe ich mich entschlossen, für dieses Amt zu
kandidieren. Nach der Arbeit in der Enquetekommission "Verantwortung in
der medialen Welt" LT-Drs. 15/5300 freue ich mich sehr, dass die Chance
besteht, daran mitzuarbeiten, die digitale Welt (Zusammenschluss von
Fernsehen und Telekommunikation) weiter zu strukturieren.
Meine 10-jährigen Erfahrungen als Vorsitzende der Versammlung
und langjähriges Mitglied des Medienausschusses bringe ich gerne
ein.
Die Wahl ist für den 13. Februar vorgesehen.
Renate Pepper
6. September 2011
Anstatt Urlaub zu machen und von fremden Ländern, neuen Sprachen,
interessanten Menschen und aufregenden Düften zu sprechen, kann
ich Euch mitteilen, dass ich 4 Wochen in einer Reha-Maßnahme in
Bad Nauheim war. Nach meinem Ruhestand im Mai dieses Jahres habe ich
beschlossen, Achterbahn zu fahren.
Aufgrund einer Herzerkrankung und einem Aufenthalt in der Uni-Klinik
Bonn bin ich dann zum ersten Mal in meinem Leben in eine Reha gefahren.
Welche Vorurteile hatte ich im Gepäck? Kurschatten, Kurkonzerte, Kurärzte etc.
Stattdessen Zweckbau der Rentenversicherung mit dem Charme einer in die
Jahre gekommenen Jugendherberge, immerhin 1-Bett-Zimmer mit Nasszelle.
Der persönliche Wochenplan von mir war mehr als sportlich
ausgerichtet. Nach 30 Jahren süßen
sportlich/körperlichen Nichtstuns sollte mein Body in Gang gesetzt
werden. Schweißtreibend, sage ich nur, aber am Ende stellte ich
mit Freude fest, dass es da noch einiges zu aktivieren gibt. Statt
eines Kurschattens habe ich eine Kurfreundin gefunden, die mir
hoffentlich erhalten bleibt.
Mir geht es also wieder gut.
Den Wunsch nach einem Hund musste ich aufgrund der Erkrankung leider zurückstellen.
Auch meine beruflichen Initiativen werden wohl eine Weile warten müssen.
Die unfreiwillige Pause war offensichtlich notwendig. Ich werde sie
also akzeptieren und mit neuem, anderen Elan an die Umsetzung meiner
Wünsche gehen.
Für heute gilt: Hurra, sie leben noch - Renate
16. Juni 2011
Bin zur Zeit urlaubsreif...
8. Juni 2011
Es hat endlich geregnet, die Farbe meiner Wiese nähert sich wieder
dem Grün und alle Pflanzen atmen auf. Die Kartoffeln stehen
prächtig und bald kann ich die ersten Tomaten ernten.
Und schon sind wir beim Thema.
Demnächst kann man mit Gemüseeigenanbau direkt Geschäfte
machen. Alles ungespritzt, kein Tierdünger in erreichbarer
Nähe, nur Schnellkompost nach den Grundsätzen der Abtei
Fulda. (Der Kompoststarter Humofix ist nur zu empfehlen!)
Nach Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch sind wir endlich bei
Gemüse angekommen. Es wäre doch gelacht, wenn wir dies nicht
auch verseuchen könnten. Die Ungerechtigkeit gegenüber den
Fleischlieferanten wäre damit endgültig abgebaut.
Und so hege und pflege ich meinen kleinen Nutzgarten und erfreue mich
der Gewissheit, dass die Natur auch ohne Kunstdünger und ohne
chemische Verwertungsexperimente gedeihen kann. Vielleicht sollte ich
im Herbst mein erstes Hoffest feiern und mich mit Ihnen freuen.
Sie sind schon jetzt eingeladen - Ihre Renate Pepper
26.
Mai 2011
Gibt es vergessene Themen? Ja, die gibt es. Am vergangenen Sonntag, bei
herrlichem Wetter, unternahm ich eine Fahrt nach Osthofen. Dort, nahezu
unbekannt, war in der Nazizeit eines der Konzentrationslager in
Rheinland-Pfalz. Heute ist der Standort als Gedenkstätte ausgebaut
und bietet eine Fülle von Informationen und Veranstaltungen.
Osthofen nahm sich in der Veranstaltung einer bestimmten Kategorie von
deportierten Menschen an, die in der Regel völlig vergessen werden
bzw. deren Schicksal in der öffentlichen Erinnerung ganz
verleugnet wurde.
Der Paragraph 175: Diese von Hitler verordnete todbringende
Diskriminierung führte dazu, dass in den Jahren 1933 bis 1945
ungefähr 15.000 homosexuelle Männer und Frauen in die
Konzentrationslager deportiert und dort gezwungen wurden, als
Erkennungsmerkmal ein rosa Dreieck zu tragen, wodurch sie in der
Hierarchie der Lager auf der untersten Stufe standen. Von den Nazis
gefoltert, starben viele an den Folgen von Erschöpfung und
Misshandlungen: Ihr Leiden wurde lange Zeit geheim gehalten.
In sehr eindrucksvoller Weise wurde der Lebensweg des wahrscheinlich
letzten Überlebenden , der ein rosa Dreieck tragen mußte,
skizziert. Herr Rudolf Brazda konnte leider aus gesundheítlichen
Gründen nicht nach Osthofen kommen.
Der vorliegende Text ist weitestgehend übernommen aus dem
Grußwort von Jean-Michel Roth von der Stiftung für das
Gedenken an die Deportation, das wie folgt endet:
"Zitat von Michele Agniel, einer ins Konzentrationslager
Ravensbrück deportierten Widerstandskämpferin: "Der Respekt
des menschlichen Lebens bleibt überall und immer die einzige wahre
Priorität in unserer Welt - einer Welt, die dies nur allzu oft
vergessen zu haben scheint." "
Dem ist nichts hinzuzufügen - Eure nachdenkliche Renate
16.
Mai 2011
Der wahre Grund zum Arzt zu gehen sind die aktuellen bunten
Zeitschriften. Niemals käme es mir in den Sinn, Geld
für
Bunte oder Gala etc. auszugeben. Aber ein Arztbesuch verschönt
mir
die Wartezeiten mit dem schönsten Klatsch und Tratsch: endlich
konnte ich das wunderschöne Brautkleid in Ruhe bewundern, die
neuesten Diätrezepte lesen und wieder auf den Stand gebracht
werden, wer ist mit wem neu liiert, wer hat sich getrennt, wer will in
Zukunft miteinander ... Herrliche Zeiten im Wartezimmer, wäre
dann
nur nicht der lästige Aufruf "Frau Pepper, bitte". Die
Entspannung
ist hin und stattdessen absolviere ich mein Jahresprogramm mit
Mammographie, Hautarzt, Frauenarzt , wie unschön. Wieder
zuhause
hake ich meine Arztbesuche ab - et ist noch einmal alles gutgegangen -
und freue mich auf SPIEGEL, DIE ZEIT und andere
Lektüre.
Bis zum nächsten Mal.
12.
Mai 2011
Renate ist auf den Hund gekommen. Emma, ein schwarzer Labradorwelpe
wird ab Juni mein neuer Hausbewohner sein. Emma stammt von der Mosel
und hat noch sieben weitere Geschwister, die natürlich alle
goldig
waren. Aber nur Emma hat mein Herz erobert und so werde ich in
Zukunft mein Leben etwas umstellen.
Wie sieht eigentlich eine hundegerechte Umgebung aus?
Wird sich der Hund mit meinen vier Katzen vertragen?
Wird er auto- und urlaubstauglich sein?
Fragen über Fragen - es wird spannend werden. Ein
Foto von Emma folgt.
Meine Aufräumarbeiten neigen sich dem Ende zu. Die
Büros in
Ludwigshafen und Mainz sind aufgelöst, die Schlüssel
abgegeben.
Ab 18. Mai diesen Jahres werde ich endgültig keine Abgeordnete
des
rheinland-pfälzischen Landtags mehr sein. Dieser
Berufsabschnitt
geht damit zu Ende.
Nach wie vor bin ich bei politischen Entscheidungen im Land hellwach.
Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich an den politischen
Endscheidungsprozessen nicht mehr beteiligt bin. Meine politische
Meinung dagegen, werde ich auch in Zukunft bilden. So finde ich den
gerade beschlossenen Koalitionsvertrag ein gutes Arbeitspapier
für
die nächsten fünf Jahre. Dem neuen
Fraktionsvorsitzenden, Hendrik Hering, wünsche ich eine gute
Hand
und viel Erfolg. Er wird die Fraktion neu prägen und sie
zukunftssicher machen. Eine Portion Glück lege ich
obendrauf.
Bis zum nächsten Mal.
27.
April 2011
Langsam wir es ernst. Die ersten Umzugskisten sind gepackt. Das erste
Büro in Mainz ist aufgegeben. In Dattenberg läuft
ununterbrochen der Aktenvernichter und die Müllabfuhr entsorgt
massenhaft die Papiersäcke.
Meine schwarzen Büromöbel suchen noch einen Abnehmer,
kostenlos natürlich. Interessenten bitte unter 02644/1496
melden.
Auch die Zeit von Uschi geht langsam zu Ende, hoffentlich kann ich von
ihr in dieser Zeit noch einiges über die Internetnutzung
lernen. Ansonsten genieße ich das erste Mal seit
vielen
Jahren meinen Garten, der täglich schöner wird. Viele
Garten-
und Heilkräuter haben wieder ihren Stammplatz gefunden. Letzte
Woche habe ich das so wichtige Johanniskraut erneut
angepflanzt.
Die Natur schreitet dynamisch voran und es macht Spaß daran
teilzuhaben.
Ihre Renate Pepper
7.
April 2011
Die Landtagswahlen sind vorbei. Meine Zeit als Landtagsabgeordnete
endet am 18. Mai dieses Jahres.
Gewiss, es ist ein merkwürdiges Gefühl, nicht mehr
verantwortlich zu sein, z.B. für Straßen,
Schulentwicklung,
Rahmenbedingungen für Gemeinden, Polizei, alte und neue
Medien….
Gewiss, es ist ein Wahn zu glauben, für all dies
verantwortlich
sein zu können. In Teilbereichen sicher, aber die Omnipotenz
der
Politik ist schon manchmal beängstigend.
Trotzdem, der Ruf der Politik ist viel schlechter als das Engagement
der Politiker. Nur, weil ich mich jetzt aus der Politik
verabschiedet habe, bin ich kein besserer Mensch geworden.
Meine Fähigkeiten und Möglichkeiten habe ich nicht
abgegeben.
Deshalb werde ich auch weiterhin eine Sprechstunde abhalten, jeden
Montag von 8.00 bis 12.00 Uhr nach telef. Vereinbarung 02644-1496.
Sie sind herzlich willkommen!
Ihre Renate Pepper
10.
Januar 2011
"Ein Mensch kann in seinem Leben zwei Dinge tun: bauen oder pflanzen.
Diejenigen, die bauen, brauchen manchmal Jahre, um ihr Ziel zu
erreichen, aber eines Tages ist ihre Arbeit beendet. Dann sind
sie untätig und die Wände, die sie gebaut haben,
engen sie
ein. Das Leben verliert seinen Sinn, wenn der Bau errichtet ist.
Aber es gibt auch diejenigen, die pflanzen. Sie leiden
manchmal
unter Unwettern, unter den Jahreszeiten und ruhen selten aus.
Doch anders als ein Gebäude hört ein Garten nie auf
zu
wachsen. Und da er die Aufmerksamkeit des Gärtners
immer
fordert, kann für denjenigen, der pflanzt, das Leben ein
großes Abenteuer sein." -
Paulo Coelho-
Ich für meinen Teil
gehöre zu den
Gärtnern.
Ihre Renate Pepper
1.
Januar 2011
Liebe Freunde,
am 27. März d.J. finden die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz
statt. Nach 20 Jahren habe ich beschlossen, nicht wieder zu
kandidieren. Dies hat zur Konsequenz, dass ich ab 1.6. Rentnerin
werde.
Eine komische Vorstellung für mich, da ich seit meinem
15.
Lebensjahr arbeite und mir nicht vorstellen kann, Däumchen zu
drehen.
Einige Vorstellungen schwirren durch meinen Kopf:
Endlich Zeit für mich haben,
endlich Zeit Privatmensch zu sein,
endlich Zeit für meinen Garten,
Hühner halten,
Ferienwohnung einrichten,
schreiben,
ehrenamtliche Arbeiten.
Und die Kulturarbeit lockt wie eh und je.
Ich möchte Euch gerne ermuntern, mich auf diesem Weg mit
Kommentaren und Ratschlägen zu begleiten.
Meine Mailadresse bleibt erhalten und meine Homepage wird zu gegebener
Zeit aktualisiert werden.
Schon jetzt freue ich mich auf eine rege Kommunikation.
Ihre Renate Pepper
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